Sale und Nachhaltigkeit? Warum es auch bei kleinen Shops nicht immer ganz ohne geht | Babybox and Family

Sale und Nachhaltigkeit? Warum es auch bei kleinen Shops nicht immer ganz ohne geht

Auf Nachhaltigkeit achten und trotzdem einen Sale machen? Auch wenn das erst einmal widersprüchlich klingt: das eine muss das andere nicht ausschließen.

Natürlich findest du bei uns keine massenproduzierten Produkte, deren einziges Ziel ist, direkt mit 40%, 50%, oder noch mehr Prozenten in den Verkauf zu gehen um zum Konsum anzuregen. Denn wir können es gar nicht oft genug sagen: Es braucht besonders am Anfang nicht viel, aber das Richtige. Achtsame Kaufentscheidungen liegen uns am Herzen, und zwar nicht nur bei uns selbst, sondern auch bei unseren Kunden. In fast jeder persönlichen Beratung raten wir daher oft auch von Dingen ab, die zwar schön sind, ein Neugeborenes aber einfach nicht wirklich braucht. 

Unser Ziel ist es schließlich, dir die Sicherheit zu geben, genau das Richtige für dein Baby gekauft zu haben. Und lieber etwas weniger als zu viel. Aber genau weil uns das so wichtig ist, kann es immer passieren, dass zum Ende einer Saison schlichtweg einzelne Teile, Größen oder Farben übrig bleiben: 

Fünf Gründe, warum auch nachhaltige Shops einen (Saison) Sale machen

1. Der Platz im Lager wird knapp!

Vielleicht der wichtigste Grund: Auch wir haben nur begrenzten Lagerraum. Wenn neue Ware eingeht, sollte die bisherige schon verkauft sein, sonst gibt es irgendwann ein Platz-Problem. 

 

2. Einkaufen bedeutet oft Abschätzen

Klar, unsere liebsten Basics kommen nie aus der "Mode" und schöne Wollsachen passen eigentlich immer für Babys, aber besonders Saisonware ist manchmal schwer einzuschätzen. Bestellungen passieren im Einzelhandel immer ungefähr 6 Monate vor der Saison, Winterbabyoutfits werden also gerne bei 30 Grad bestellt, die etwas luftigeren Outfits mit mehr Seideanteilen für Sommerbabys dann, wenn es draußen richtig kalt ist. Zu 100% richtig vorherzusagen, wie viel von jedem Teil letztlich gekauft wird, ist schlichtweg nicht möglich. 

3. Restgrößen bleiben einfach immer über

Das gilt genau so für Größen! Wir haben natürlich ein gutes Gefühl dafür, welche unserer Produkte in welchen Größen mehr gekauft werden als andere. Daher beraten wir auch immer so, dass Bodys schön eng auf der Haut liegen, während eine Strickjacke ruhig etwas mitwachsen darf und auch schon in einer Größe größer gekauft werden kann. Trotzdem wird es immer einzelne Teile geben, von denen nur noch ein oder zwei Größen übrig sind – und dann wären wir wieder beim Platz-Thema!

4. Nachhaltigkeit statt Wegwerfkultur

Produkte, die nicht gekauft werden einfach abzuschreiben und lieber zerstören zu lassen, als sie günstiger zu verkaufen, ist alles andere als nachhaltig. Daher doch viel lieber die Win-Win-Situation: Ihr bekommt einen Rabatt und wir wissen, dass das Produkt bei eurem Baby noch viele schöne Stunden vor sich hat. 

5. Retouren müssen eingeplant werden 

Insbesondere beim Thema Erstausstattung können Retouren oft einfach nicht vermieden werden. Schließlich lernt man den kleinen Menschen ja erst wirklich kennen, wenn er oder sie auf die Welt kommen – und erst dann können Dinge auffallen, die einem vielleicht doch nicht ganz so gut gefallen wie zuerst gedacht. Das passiert und wir verstehen das natürlich vollkommen – trotzdem helfen unsere persönlichen Beratungen per Telefon oder im Laden dabei, das zu vermeiden. Für etwas mehr Nachhaltigkeit und besonders: Für weniger Stress für die frischgebackenen Eltern, denn in den ersten Wochen sollte doch alles wichtiger sein, also noch schnell ein Retourepäckchen wegzubringen weil man zu viel (oder das Falsche) gekauft hat!  

 

 

Kann Sale also tatsächlich nachhaltig sein? 

Wir finden schon! Natürlich nicht die 70% Rabatte, die einem immer wieder laut blinkend über den Weg laufen, aber ganz sicher die Rabatte auf saisonale Einzelteile, die auch kleine, nachhaltige Brands gewähren. Aber besonders auch hier gilt: immer achtsam einkaufen! Und zwar das, was man auch wirklich braucht – und auch für den vollen Preis gekauft hätte. Denn mit unseren Konsumentscheidungen können wir alle aktiv die Modebranche etwas besser machen – wenn auch erst einmal im kleinen Rahmen.